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Energie der Zukunft

Motivation

energyDie Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, die Energieeffizienz zu steigern, die Energienachfrage zu steuern und die Erzeugung erneuerbarer Energie zu fördern (vgl. Richtlinie 2006/32/EG). Auf Basis dieser Richtlinie wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) ein Maßnahmenkatalog zur Erreichung des vorgegeben Ziels erarbeitet. Ein zentraler Punkt des Maßnahmenkataloges ist die Steigerung der Effizienz des Energieverbrauches bei privaten Strom-Endkunden sowie bei privaten und öffentlichen Dienstleistern, die mit ca. 60 Prozent aller Strom-Endkunden einen erheblichen Anteil darstellen.

Die Endverbraucher spielen bei der umfassenden Veränderung des gegenwärtigen Energiesystems eine wichtige Rolle. Die aktive Einbindung der Endverbraucher in den Prozess der Optimierung der Energieeffizienz stellt eine besondere Herausforderung dar; bisher wurden sie von den Energieversorgungsunternehmen hauptsächlich als reine Konsumenten des Produkts Energie wahrgenommen. Und auch für die Verbraucher selbst ist der Verbrauch von Energie seit jeher ein äußerst
intransparenter Vorgang – der Strom kann unbegrenzt konsumiert werden, die Abrechnung erfolgt am Jahresende.

Ziele

Zentrales Ziel aller Forschungsvorhaben zum Thema "Energie der Zukunft" ist es, eine grundlegende Reform aller Energieverbrauchsprozesse einzuleiten, wie sie beispielsweise in Privathaushalten auftreten. Um diese zu erreichen, sind Innovationen auf unterschiedlichen Ebenen von Nöten.

Hauptverantwortlich für die aktuelle Intransparenz des Energieverbrauchs ist die fehlende Möglichkeit, einen detaillierten Einblick in die Struktur des persönlichen Energieverbrauchs zu erhalten. In zahlreichen Untersuchungen wurde festgestellt, dass diese Situation besonders auch durch die Einführung technischer Systeme zur Visualisierung des Energieverbrauchs in den Haushalten wesentlich verbessert werden könnte. Um die zu ermöglichen sind sowohl Veränderungen hinsichtlich der Versorgungsinfrastruktur, wie auch ein intelligentes Energiemanagement nötig.

Zusätzlich dazu spielt auch die Sensibilisierung der Energiekonsumenten eine wichtige Rolle, um nachhaltige Veränderungen hinsichtlich des Verbrauchs von Energie erreichen zu können.

Kooperation

Innovationen die zu einer Verbesserung von Energieverbrauchsprozessen beitragen können, erfordern eine umfassende theoretische Vorarbeit und sind oft sehr interdisziplinär, d.h. nur im Rahmen von Kooperationen umsetzbar. Die Bündelung diesbezüglicher Kompetenzen sowie die Nutzung vorhandener Synergien im Rahmen einer Kompetenzplattform soll insbesondere regionale Unternehmen (Informationstechnologie, Telematik, Gebäudetechnik, Erneuerbare Energien etc.) in die Lage versetzen, entsprechendes Know-how aufzubauen und dadurch ihre Marktposition zu verbessern.

Die Schaffung dieser Plattform verfolgt das Ziel, Basiskompetenz für eine Vielzahl konkreter Anwendungen im Bereich der Energiewirtschaft und Gebäudetechnik zu erweben, und diese an Entwicklungspartner zu transferieren. Durch Mehrfachnutzung des erworbenen Know-hows solldie Realisierung dieser Produktideen im Rahmen von Kooperationsprojekten mit regionalen Unternehmen unterstützt werden.

Forschungsfelder

  • Elektrische Energieinfrastruktur: Als Grundlage für alle weiteren technologischen Innovationen beschäftigt sich Krems Research mit der Reform der Energieinfrastruktur; Energieversorgungsnetzwerke der Zukunft dienen nicht länger nur dem Transport von Energie, sondern stellen auch die informationstechnologische Grundlage für moderen Energiemanagement-Systeme dar. Weiterlesen...
  • Intelligentes Energiemanagement: Als wichtigstes Werkzeug zur Optimierung von Energieverbrauchsprozessen stellen Energiemanagement-Systeme den Schlüssel zu einer grundlegenden Reform der Energieversorgung von privaten Haushalten sowie von privaten und öffentlichen Dienstleistungsbetrieben dar. Durch eine intelligente Aufbereitung und Visualisierung der Verbrauchsdaten erhalten die Energiekonsumenten Einblick in ihren persönlichen Energieverbrauch. Weiterlesen...
  • Kommunikation in der Energiewirtschaft: Über diese technologischen Innovationen hinaus, beschäftigt sich Krems Research auch mit der Verbesserung von Kommunikationsprozessen in der Energiewirtschaft. So gilt es dabei beispielsweise zu analysieren, wie die Kommunikation zwischen Energieversorgungsunternehmen (EVU) und den Energieverbrauchern abläuft, oder wie Energiespartipps von den Energieverbrauchern aufgenommen werden. Weiterlesen...

Die Energieversorgung der Zukunft ist auch regelmäßig Thema bei diversen Auftragsstudien, die Krems Research für Partner aus Industrie und Forschung abwickelt.

 

Kontaktinfo

DI (FH) Markus Brunner, MSc
[t] +43 (0) 2732/721 77 - 29
[e] markus.brunner@kremsresearch.at

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